Meine Geschichte
Meine Kindheit und Apphemeride – Warum ich dies alles gemacht habe
Ich kam mit einer starken Sehbehinderung auf die Welt. Mein ganzes Leben lang waren die Richtung der Sonne, die Uhrzeit und die Jahreszeit sehr wichtig für mich, um mich zu orientieren. Schon als kleines Kind habe ich mich nicht an Gebäuden oder Wegen orientiert. Ich habe mir gemerkt, in welcher Jahreszeit die Sonne zu welcher Uhrzeit in welche Richtung steht. Licht und Schatten waren immer mein Kompass. Die Uhr kannte ich schon, als ich erst 4 Jahre alt war.
Schon als Erstklässler hat mich etwas fasziniert: Im kalten November stand der Mond um 17 Uhr fast an derselben Stelle am Himmel wie die Sonne an einem Sommermorgen um 10 Uhr. Im Sommer war ich dagegen oft traurig, dass der Vollmond so tief stand. Ich habe ihn so gern angeschaut. Schon als Kind fragte ich mich: Warum ist das so?
Ich habe oft darüber fantasiert, wie unser Leben wäre, wenn nicht die Sonne, sondern der Mond den Tag bestimmen würde. Stell dir vor, der Mond sagt uns, wann Morgen ist und wann Mittag. Dann hätten unsere Vorfahren vielleicht Monduhren gebaut statt Sonnenuhren.
Mit sieben Jahren habe ich an meiner CASIO-Armbanduhr die Weltzeit immer nach dem Mond eingestellt. Einfach, weil es mich glücklich machte. Ich träumte von einer Uhr, die Datum und Uhrzeit nach dem Stand des Mondes berechnet. Genau das habe ich später als Erstes ins Apphemeride eingebaut. Es ist ein kleines, unscheinbares Feature von Apphemeride – aber für mich das Wichtigste. Es ist die Anzeige „Moon" auf der Mondkarte, zusammen mit Datum und Uhrzeit.
Meine Oma schenkte mir zum Geburtstag oft einen Kalender mit den Zeiten, wann der Mond aufgeht und untergeht.