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Mond

Mondphasen erklärt: vom Neumond über den zunehmenden Mond zum Vollmond

Kurz erklärt

Mondphasen entstehen, weil die Sonne stets eine Hälfte des Mondes beleuchtet und wir diese Taghälfte im Lauf eines Monats aus wechselndem Winkel sehen. Von Neumond zu Neumond vergehen im Mittel 29,53 Tage, dazwischen liegen Erstes Viertel, Vollmond und Letztes Viertel. Phase, Mondalter und Lunationsfortschritt zeigt dir Apphemeride live und kostenlos.

Der Zyklus der Mondphasen dauert im Mittel 29,53 Tage.

Warum der Mond seine Gestalt ändert

Der Mond leuchtet nicht selbst. Er reflektiert Sonnenlicht, und zwar immer auf der Seite, die der Sonne zugewandt ist. Was sich ändert, ist unser Blickwinkel auf diese Taghälfte. Steht der Mond von der Erde aus gesehen in Richtung Sonne, blicken wir auf seine Nachtseite: Es ist Neumond. Steht er der Sonne gegenüber, sehen wir die volle Taghälfte: Vollmond.

Astronomisch sind die vier Hauptphasen über den Winkel zwischen Mond und Sonne entlang der Ekliptik definiert:

PhaseLängendifferenz Mond – SonneBeleuchteter Anteil
Neumond0°0 %
Erstes Viertel90°50 %
Vollmond180°nahezu 100 %
Letztes Viertel270°50 %

Ein Viertel heißt übrigens so, weil der Mond dann ein Viertel seines Umlaufs zurückgelegt hat – zu sehen ist aber eine halbe Scheibe. Zwischen den Hauptphasen liegen die Sicheln und die „Dreiviertelmonde“, die man auch als zunehmenden oder abnehmenden Dreiviertelmond bezeichnet.

Synodischer Monat und Mondalter

Für eine Runde um die Erde, gemessen an den Sternen, braucht der Mond rund 27,32 Tage. Bis er wieder in derselben Stellung zur Sonne steht, dauert es länger, weil die Erde inzwischen ein Stück um die Sonne gewandert ist. Dieser **synodische Monat** misst im Mittel 29,53 Tage und schwankt wegen der elliptischen Bahnen um mehrere Stunden.

Das **Mondalter** zählt die Tage seit dem letzten Neumond. Ein Mond mit dem Alter 3 ist eine schmale Abendsichel, mit etwa 7,4 Tagen ist das Erste Viertel erreicht, nach rund 14,8 Tagen der Vollmond. Als Lunation bezeichnet man einen vollständigen Zyklus; ihr Fortschritt lässt sich in Prozent angeben.

Wie viel der Scheibe beleuchtet ist, hängt vom Winkelabstand zwischen Mond und Sonne ab: Je weiter sich der Mond von der Sonne entfernt, desto größer wird der helle Anteil, bis er bei Vollmond nahezu die ganze Scheibe umfasst. Dieser Anteil wächst allerdings nicht gleichmäßig mit dem Mondalter. Weil der Mond auf seiner elliptischen Bahn mal schneller, mal langsamer läuft, können zwei Monde gleichen Alters unterschiedlich weit beleuchtet sein. Verlässliche Werte liefert nur eine vollständige Mondtheorie.

Zunehmend oder abnehmend erkennen

Auf der Nordhalbkugel gilt eine einfache Regel: Ist die rechte Seite beleuchtet, nimmt der Mond zu. Ist die linke Seite hell, nimmt er ab. Auf der Südhalbkugel ist das Bild gespiegelt, und in Äquatornähe liegt die Sichel fast waagerecht wie eine Schale.

Die Phase verrät dir auch, wann der Mond zu sehen ist:

  • Zunehmende Sichel: am Abendhimmel im Westen, kurz nach Sonnenuntergang.
  • Erstes Viertel: steht bei Sonnenuntergang etwa im Süden und geht um Mitternacht unter.
  • Vollmond: die ganze Nacht über sichtbar, von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.
  • Letztes Viertel: geht um Mitternacht auf und steht morgens im Süden.
  • Abnehmende Sichel: nur am Morgenhimmel im Osten vor Sonnenaufgang.

Diese Zeiten sind Faustwerte; Jahreszeit und Breite verschieben sie.

Welche Phase sich zum Beobachten lohnt

Viele zieht es zum Vollmond, doch für den Blick durchs Fernglas oder Teleskop ist er eher ungünstig. Das Licht fällt dann senkrecht auf die Oberfläche, Krater werfen kaum Schatten und die Landschaft wirkt flach. Viel plastischer zeigt sich der Mond entlang des **Terminators**, der Grenze zwischen Tag und Nacht. Dort steht die Sonne für die Mondoberfläche tief, und schon kleine Erhebungen werfen lange Schatten. Zwischen schmaler Sichel und einigen Tagen nach dem Ersten Viertel findest du deshalb die eindrucksvollsten Ansichten.

Wer lichtschwache Sterne, Meteore oder die Milchstraße sehen möchte, plant umgekehrt: Die Tage um Neumond bieten den dunkelsten Himmel. Ein heller Vollmond hebt die Himmelshelligkeit so stark an, dass viele schwache Sterne verschwinden.

So beantwortet es Apphemeride

So beantwortet es Apphemeride

Auf der Objektseite des Mondes beantwortet die Karte Mondphasen die Frage nach der Mondphase heute: Sie zeigt die aktuelle Phase, das Mondalter, den Fortschritt der Lunation und den traditionellen Vollmondnamen. Die Karte Mond ergänzt die Kolongitude, aus der sich die Lage des Terminators ablesen lässt – nützlich, wenn du wissen willst, welche Krater gerade im Streiflicht liegen. Die 3D-Szene des Mondes zeigt dir die Beleuchtung zusätzlich als Bild. Die Datenkarten zum Mond sind kostenlos und rechnen im Live-Modus jede Sekunde neu. Mit der Vollversion springst du per Zeitreise zu jedem anderen Datum und findest Neumond, Erstes Viertel, Vollmond und Letztes Viertel in der Ereignisliste mit Erinnerung. Grundlage ist die Mondtheorie ELP2000-82. Alle Mondwerte im Überblick: Objektseiten mit Monddaten.

Karte „Mondphasen“ in Apphemeride mit Phase, Mondalter, Lunationsfortschritt und Vollmondname
Phase, Mondalter und Fortschritt der Lunation auf einen Blick.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Mondzyklus?

Von einem Neumond zum nächsten vergehen im Mittel 29,53 Tage, also gut 29 Tage und 12 Stunden. Dieser synodische Monat ist länger als der eigentliche Umlauf um die Erde von rund 27,32 Tagen, weil der Mond zusätzlich die Bewegung der Erde um die Sonne ausgleichen muss. Einzelne Zyklen weichen um mehrere Stunden vom Mittelwert ab.

Wie erkenne ich, ob der Mond zu- oder abnimmt?

Auf der Nordhalbkugel nimmt der Mond zu, wenn seine rechte Seite beleuchtet ist, und ab, wenn die linke Seite hell ist. Ein zweites Merkmal ist die Uhrzeit: Eine Sichel am Abendhimmel im Westen ist zunehmend, eine Sichel am Morgenhimmel im Osten abnehmend. Auf der Südhalbkugel ist die Seitenregel umgekehrt.

Warum heißt der Halbmond „Viertel“?

Der Name bezieht sich auf die Bahn, nicht auf die sichtbare Fläche. Beim Ersten Viertel hat der Mond ein Viertel seines Weges von Neumond zu Neumond zurückgelegt, beim Letzten Viertel drei Viertel. Zu sehen ist in beiden Fällen eine zur Hälfte beleuchtete Scheibe.

Ist der Vollmond immer zu 100 Prozent beleuchtet?

Fast. Weil die Mondbahn rund 5 Grad gegen die Erdbahn geneigt ist, steht der Mond bei Vollmond meist etwas oberhalb oder unterhalb der exakten Gegenposition zur Sonne. Ein schmaler Rand bleibt dann unbeleuchtet. Genau gegenüber steht er nur, wenn er dabei in den Erdschatten tritt – dann gibt es eine Mondfinsternis.

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